Freitag, 07.12.2012 19:00 Uhr - Aussteelungseröffnung

  ERZÄHLWEISEN - Klang, Bilder und Skulpturen  

  Eröffnung am 7. Dezember um 19 Uhr

  Ausstellung vom 8. Dezember 2012 - 13. Januar 2013


Zum Jahresabschluß eröffnet in der Stadtgalerie Lauenburg im Hagenström die Ausstellung "Erzählweisen - Klang, Bilder und Skulpturen" mit Arbeiten aus dem Werkgabenfundus ehemaliger Stipendiaten des Künstlerhauses.

Die Ausstellung befaßt sich mit den Möglichkeiten und Formen des Erzählens in der Kunst. Ganz bewußt werden dabei die verschiedenen Ausdrucksformen gegenübergestellt, in einen Dialog geführt und zu einem Weitererzählen im Betrachter gebracht.
In abgedunkelten Räumen ist eine Beamerprojektion zu sehen, untermalt von einer vorgetragenen Geschichte. Daneben hängt eine fast märchenhaft anmutende Traumlandschaft als Relief aus Styropor und Plastikarchitektur. Und ein paar Schritte weiter hängen portraithafte Aquarellskizzen, die Gemütszustände und -veränderungen darstellen. Im gegenüberliegenden Raum hört man eine meditative Klanginstallation, farbige, an der Decke hängende orange Kittel erzählen von einer Kunstaktion in Lauenburg, ein modellartiger Raum gibt Einblicke in das Eigenleben einer filigranen Installation, und eine Skulptur betreibt mit Witz und Ironie Bedeutungsumdrehungen und Verdrehungen. Von der Straße aus kann man durch kleine Gucklöcher das Innenleben dieser Ausstellung betrachten, ein Monitor zeigt eine comicartige Situationsversuchsanordnung.

Teilnehmende Künstler:

Youssef Tabti, Nándor Angstenberger, Carolin Schreier, Heiko Wommelsdorf, m.art.a., Hendrik Lörper, Verena Issel und Akane Kimbara mit ihren Werken vertreten. 

Bild: Nadór Angstenberger, xxxy, 2008


Donnerstag, 06.09.2012 19:00 Uhr - ausstellungseröffnung

  20 JAHRE THOMASBURGER KALENDER  

  Eröffnung am 6. September 2012 um 19 Uhr

  Ausstellung vom 8. September - 18. November 2012


Am kommenden Donnerstagabend, 6. September um 19 Uhr kommen sie alle wieder nach Lauenburg: sechs ehemalige Stipendiaten des Künstlerhauses, die beim 20. Thomasburger Siedruckkalender mit je einem selbstgedruckten Blatt dabei sind. Anläßlich des Jubiläums dieses außergewöhnlichen Künstlerprojekts präsentiert die Lauenburger Stadtgalerie in der Elbstraße 28 die 13 Monatsblätter und jeweils eine weitere Arbeit der Beteiligten. "Während andere das bevorstehende Ende der Welt verkünden, schenken wir allen, die an das Leben und die Kunst glauben, im nächsten Jahr einen Monat extra", erläutert Rudolf Ludewig, einer der beiden Initiatoren des Projekts, mit einem zwinkernden Auge die ungewöhnliche Anzahl der Blätter. In der Tat finden sich neben den Arbeiten der sechs Ex-Stipendiaten Reinhold Engberding, Antje Hassinger, Gagel, Rudolf Ludewig, Theresia Janssen und Erdmute Prautzsch noch sieben weitere Grafiken in dem neuen Siebdruck-Kalender - 6 plus 7 macht 13! Zwischen den Monaten Juni und Juli ist der "Otium", der Monat der Muße, eingeschoben worden.

Die Initiatoren des 1993 aus der Taufe gehobenen Projekts sind zu Recht stolz auf das neue Werk. "Natürlich haben sich dieses Jahr alle Teilnehmer besonders viel Mühe gegeben", so Jutta Brüning, Mitbegründerin des Thomasburger Kalenders, "und außerdem gibt es noch etwas Besonderes: alle beteiligten Künstler haben ihre Entwürfe in verschiedenen Kombinationen übereinander gedruckt - so sind neben den Kalenderblättern eine Reihe von höchst originellen Plakaten entstanden. Diese sind in der Ausstellung zusammen mit einem Textbeitrag erhältlich".

Die von der Sparkassenstiftung Lüneburg und vom Land Schleswig-Holstein geförderte Ausstellung wird mit einer Rede des Professors für Kunstgeschichte an der Kunsthochschule Kassel, Dr. Kai-Uwe Hemken, eröffnet. In seinem kurzen, für das Ausstellungsfaltblatt geschriebenen Überblick über die Entwicklung des Werkstattgedankens weist Hemken auf das Geheimnis des nun über zwei Jahrzehnte hinweg immer lebendig gebliebenen Kunstschaffens in Thomasburg hin: "Das gemeinsame Arbeiten von Künstlern aus den Bereichen der Malerei, Grafik, Bildhauerei, Visuellen Kommunikation, Fotografie, Film und des Designs in einem Werkstattzusammenhang setzt gegenseitige Impulse frei, die die eigene Siebdruckarbeit immer in eine neue, überraschende Richtung lenken."

Die 140 Exemplare der Auflage sind - ebenso wie die einzelnen Blätter - nummeriert und handsigniert. Der Kalender für das Jahr 2013 kann vor Ort käuflich erworben werden. 

Teilnehmende Künstler (fett ehemalige Stipendiaten im Künstlerhaus Lauenburg):

Jutta Brüning, Reinhold Engberding, gagel, Theresia Janssen, Antje Hassinger, Silke Kleine Kalvelage, Thomas Klockmann, Ariane Koch, Rudolf Ludewig, Wilfried Marks, Erdmute Prautzsch, Salah Saouli, Tetyana Zolotopupova.

Bild: Rolf Ludewig, Der Schläfer, 2012


Samstag, 16.06.2012 19:00 Uhr - ausstellungseröffnung

  SHORT STORIES I - Bild und Literatur  

  Eröffnung am 16. Juni 2012 um 19 Uhr

  Ausstellung vom 17. Juni - 29. August 2012

  Finissage am 30. August 2012 


Die Ausstellung "Short Stories I" befasst sich mit dem Raum und den Möglichkeiten bildnerischer Darstellung von literarischen Werken. Über eine Reihe zeichnerische Positionen - der Begriff Zeichnung ist hier sehr weit gefasst - werden einige unterschiedliche Herangehensweisen an literarische Stoffe mittels der Bilder gezeigt. Ebenso ist "Literatur" hier auch nicht immer das klassische Werk, sondern auch die Tagebuchaufzeichnung, die Kurzgeschichte oder aber das Gedicht. So geht es einerseits darum, die möglicherweise eigene, authentische Geschichte bildnerisch zu fassen, wie auch darum, in den Bildern die Essenz aus schwergewichtigen literarischen Stoffen zu filtern.
So werden Arbeiten zu sehen sein, die dem Geist, dem Ansatz oder dem Rätsel von Literatur versuchen gerecht zu werden, indem sie dieses über ihre Bilder filtern, abstrahieren oder anders aufgelöst wiedergeben. Das geschieht hier über malerische Tendenzen wie über Foto- und Filmsprache. Andere Zeichnungen arbeiten damit, dass sie selbst die Struktur und den Weg einer erzählten Geschichte bekommen, etwa wenn sie an die Sprache von Werbung oder Comics sich orientieren. Die Ergebnisse können im bestimmten Sinne narrativ sein - müssen es aber nicht - und befinden sich aber immer jenseits eines rein illustrativen Charakters.

An der Ausstellung sind folgende Künstler beteiligt: Fernando de Brito, Ina Bruchlos, Peter Boué,      Kyung-Hwa Choi-Ahoi, Ralf Jurszo, Aurelia Mihai und Nikos Valsamakis.

Zur Eröffnung spricht die Hamburger Kunstkritikerin Belinda Grace-Gardner.

Zur Finissage am 30. August 2012 lesen Sigrid Behrens und Ina Bruchlos.

Die Rede zur Ausstellungseröffnung kann hier heruntergeladen werden.

Bild: Kyung-Hwa Choi-Ahoi, o.T., 2012


Donnerstag, 15.03.2012 19:00 Uhr - Ausstellungseröffnung

  NIS KNUDSEN - ausrahmen - okno  

  Eröffnung am 15. März 2012 um 19 Uhr

  Ausstellung vom 17. März - 28. Mai 2012


Der 22jährige Nis Knudsen begibt sich in seiner „ausrahmen – okno“ betitelten Ausstellung auf Farb-, Form- und Klangforschung. Zu sehen sein werden Fotografien, Zeichnungen und Klangkunst.

In einer Fotoreihe ist immer derselber Blick aus demselben Fenster zu sehen. Es ist Knudsens Schlafzimmerfenster, aus dem er regelmäßig die Fotos schießt, nachdem er morgens den Vorhang zur Seite geschoben hat und der Kontakt zur Außenwelt hergestellt ist. Das Fenster als Nahtstelle mit dem Vorhang wird von Knudsen in seiner Fotoreihe auf Veränderungen in Farbintensität und Form, in unterschiedlichen sinnlichen Reizen untersucht.
Eine ähnliche Herangehensweise zeigt Nis Knudsen bei seinen seriell anmutenden Aquarellen. An Noten und Schlüssel erinnernde Punkte und Kreise mutieren zu abstrakten farbigen Kompositionen. Die unterschiedlich wirkende Kombination von Farben und Formen weckten hier das Interesse des Kunststudenten.  
Ein schachbrettartig angeordnetes Quadrat mit 64 intensiv farbigen Flächen bildet die Klanginstallation von Knudsen. Im Kontrast zur intensiven Farbigkeit steht der fast meditative Klang, der das Kunstwerk umgibt. „Der Klang, welcher zum Farbquadrat läuft, soll wie kurze Gedankenblitze anstoßen und so die Gefühlslage und Atmosphäre des Betrachters subtil streicheln“, so Knudsen.

Einführende Worte zur Ausstellung spricht Svent Lütgen von der Muthesius Kunsthochschule Kiel, der auch Nis Knudens Dozent ist.

Nis Jesper Knudsen ist 1989 in Husum geboren und in Lauenburg aufgewachsen. Seit 2009 studiert er Freie Kunst an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Über die Kunsthochschule war Knudsen bereits an Ausstellungen in Neumünster und Kiel beteiligt.

Die Rede zur Ausstellungseröffnung finden Sie hier zum Herunterladen.

Bild: Nis Knudsen, Farbquadrat, 2010