Donnerstag, 07.11.2013 19:00 Uhr

  EVA AMMERMANN - L´aliment 

  Eröffnung am 7. November 2013 um 19 Uhr

  Ausstellung vom 9. November 2013 - 12. Januar 2014


Brotsuppe - serviert von Eva Ammermann

Daumen drauf! - Vortragsperformance von Ulrich Mattes mit anschließendem Stellungsspiel zum Thema "buyological urge" in Rodins Fußstapfen

In der mobilen Küche von L´aliment werden Grundnahrungsmittel an den unterschiedlichsten Orten verarbeitet, gekocht und gemeinsam mit den Gästen verspeist. Diskutiert werden dabei Themen wie „Essen in Notzeiten und in der Überflussgesellschaft“, „Die Verschwendung von Nahrungsmitteln für die Gewinnung von Energie“ und „Welche Bedeutung haben High-Tech-Food und Komplettnahrung im Nahrungsmittelangebot?“.  
Zum Label gehört auch die Modekollektion L´aliment  von Eva Ammermann, die vor den Schaufenstern in Hamburg und Basel, ebenso wie im Hafen von Aabenraa/Dänemark oder am Bahnhof in Oslo/Norwegen präsentiert wird.
„L’aliment fertigt rituelle Passformen. Inspiriert wird die Kollektion von Nahrungsmitteln aus der Region und umliegender Supermärkte, die auf der Basis genormter Arbeitskleidung und Erfahrungen des täglichen Lebens verarbeitet werden. Die “Applikationen” bilden den Schwerpunkt der Fertigung. In der Verschränkung von Produktion und Sinnstiftung entwickelt L’aliment “schmückendes Beiwerk” in eine jeder Konvention widersprechende Ganzheitlichkeit.” (aus L’aliment – Applique und Etikette von Ulrich Mattes)
In der Ausstellung werden Fotoserien und Videos von verschiedenen Events, der Herstellung und der Modekollektion gezeigt.
Bei einer Kochvorführung wird ein Grundnahrungsmittel vorgestellt und mit den Ausstellungsbesuchern gemeinsam verspeist.

Eva Ammermann, geboren 1959, lebt und arbeitet in Schleswig-Holstein.

Bild: Eva Ammermann, aus der Modekollektion L´aliment, 2012


donnerstag, 05.09.2013 19:00 Uhr - ausstellungseröffnung

  LISA HASELBEK - Gletschermilch  

  Eröffnung am 5. September 2013 um 19 Uhr (Änderung wegen des Hochwassers)

  Ausstellung vom 7. September - 13. Oktober 2013


Der Blick auf die Berge hat Künstler schon immer fasziniert. Im Gebirge zeigt sich die Natur in ihren Extremen und offenbart exzessiven Formenreichtum. Auch Lisa Haselbek kann sich der Suggestion dieser Formenwelt nicht entziehen und kommt in Ihrer Arbeit immer wieder auf das Thema Berg zurück - nicht im Abmalen der Natur sondern im Herausarbeiten des Wesensgehaltes und im Bilden von Extrakten.
"Eines dieser Extrakte, inspiriert von der Architektur der Berge, ist ein am Computer entworfenes 3D-Modell. Dieses Modell ist zugleich Symbol für Berg, Kathedrale, Bergkristall. Die virtuelle 3D-Konstruktion kann als Metapher stehen für die vermeintliche Beherrschung der Natur durch den Menschen." (L.H.)
Ist das Gebirge seit der Romantik Zufluchtsort vor der Zivilisation, zeigen sich dort heute die Fehlentwicklungen ebendieser. Eine Serie von Arbeiten, die sich mit dem Thema Wasser befasst, ist titelgebend für die Ausstellung. "Das aus den meterdicken Eisschichten hervorbrechende Schmelzwasser, die zerklüftete Struktur der Gletscheroberflächen, das Glitzern der Eiskristalle" – Lisa Haselbeks Interpretation von Welt führt hin zum offenen Werk, das sich auch auf Strategien künstlerischer Produktion bezieht und fern vom Abbildhaften sein Geheimnis nie ganz preisgibt.
Überraschung: für Kinder gibt es ein interaktives Lernspiel zum Thema Geographie der Berge.

Einführende Worte spricht Hajo Schiff, Kunstkritiker und Kurator.

Lisa Haselbek, geboren 1964, lebt und arbeitet in Nürnberg.

Bild: Lisa Haselbek, Videostill aus Gletschermilch II, 2009


DONNERStag, 02.05.2013 19:00 Uhr - AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG

  NINA HEINZEL - Die Malerei der Tiere  

  Eröffnung am 2. Mai 2013 um 19 Uhr

  Ausstellung vom 4. Mai - 14. Juli 2013


Kunst - das ist eine Tätigkeit, die kein unmittelbar biologisch erklärbares Ziel hat. Schaffende aber behaupten von sich, dass es ihnen ein Urbedürfnis sei, Kunst zu machen. Wenn Kunst also natürlicherweise im Menschen angelegt ist, liegt dann nicht der Schluss nahe, dass auch unter den Tieren Künstler weilen? Mit Affen und Elefanten gibt es dazu bereits reichlich Versuchsreihen.

Nina Heinzel, ehemalige Stipenditin des Künstlerhauses Lauenburg, hat die künstlerische Forschung mit domestizierten Tieren mit einem Überfluss an Zeit und Energie fortgesetzt - mit Pferden, Kühen, Rentieren, Ziegen und Lamas. Mit beeindruckenden Ergebnissen: Rentiere zum Beispiel haben ein sehr feines Gefühl für den goldenen Schnitt, Pferde haben eine Vorliebe für Grün und malen wie Baselitz auf dem Kopf, und Lamas lehnen Pinsel ab, sie spucken ihre Bilder …

Nina Heinzel: "Ich habe mich bei dieser Versuchsreihe auf domestizierte Tiere konzentriert, mit denen bisher noch nie gemalt wurde: Kühe, Pferde, Lamas, Rentiere und Ziegen. Ich habe jeweils mehrere Wochen mit den Tieren verbracht, bis wir zu den Ergebnissen gekommen sind, die in dieser Ausstellung präsentiert werden.
Wichtig war mir: keine Beschäftigungs-therapie, keine Dressur, sondern tatsächlich Kunst zu schaffen. Daher war mein Ziel lediglich lustbetontes Lernen der Technik durch Imitation. Keine Belohnung als Anreiz, sondern Malen um der Malerei willen.
Den Tieren stand je zur Auswahl:
- eine Reihe von Heupinseln, getunkt in diverse ungiftige und unter Umständen essbare Farbe
- diverse Formate von Leinwänden, verschieden grundiert"

Die Ergebnisse von Nina Heinzels Kunstforschung mit Tieren läßt sich in ihrer Ausstellung "Die Malerei der Tiere" in der Stadtgalerie Lauenburg gegutachten. Zur Vernissage am 2. Mai 2013 um 19 Uhr wird Arne Rautenberg, Lehrbeauftragter an der Muthesius Kunsthochschule Kiel, einführende Worte sprechen.

Einführende Worte spricht Arne Rautenberg, Künstler und Dozent an der Muthesius Kunsthochschule Kiel.

Nina Heinzel studierte Freie Kunst an der Muthesius Kunsthochschule Kiel und schloß ihr Studium 2003 mit Diplom ab. Seitdem war Heinzel auf zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland vertreten, erhielt mehrere Auszeichnungen und ist mit ihrem Werk in verschiedenen Sammlungen vertreten.

Bild: Nina Heinzel, Pferd, 2012


Donnerstag, 31.01.2013 19:00 Uhr - Ausstellungseröffnung

  INVASIONEN #2 - INVASIONS #2  

  Eröffnung am 31. Januar 2013 um 19 Uhr

  Ausstellung vom 2. Februar - 14. April 2013


Am Donnerstagabend, 31. Januar 2013 um 19 Uhr eröffnet in der Stadtgalerie Lauenburg die Ausstellung "INVASIONEN/INVASIONS #2". In dieser internationalen Ausstellung sind auch vier ehemalige Stipendiaten bzw. ausstellende Künstler des Künstlerhauses Lauenburg vertreten. Den Eindruck einer Invasion könnte man bekommen bei der stattlichen Anzahl von 29 Künstlern, die in dieser Ausstellung vertreten sind. Organisiert und kuratiert wurde die Ausstellung vom ehemaligen Stipendiaten Reinhold Engberding.

Für einige mag das Thema "Invasionen" vielleicht passend zur Situation in Nordafrika oder dem Vorderen Orient, für wieder andere eine gute Beschreibung privater Alltags- oder Ausnahmesituationen sein. Invasion (von lateinisch invadere "hineingehen") hat verschiedene Bedeutungen: militärisch für das Einfallen von Truppen in ein Gebiet, biologisch als Eindringen einer Lebensform in ein Gebiet, medizinisch für das Eindringen eines Objektes in einen Körper sowie das passive Endringen von Krankheitserregern.

Die Ausstellung INVASIONEN/INVASIONS #2 versteht sich als Kommentare zum Titelthema im kleinen Format. Alle beteiligten Künstler bekamen anfangs eine Din A3-große Linoleumplatte zur Bearbeitung. Dieses eher überkonventionelle Medium wird traditionell geschnitten und bietet damit den ersten praktisch-gedanklichen Einstieg ins Thema. Ob am Ende eine Druckgrafik oder eine Reihe von Blättern oder Variationen dabei herauskommen,  ob sie das Material für eine plastische Arbeit oder als Malgrund verwenden - das Ergebnis blieb den Künstlern überlassen. Einzige Ausnahme von dieser Linoleumplatten-Regel bildet die Thailändische Künstlerin Araya Rasdjarmrearnsook, von der ein Video gezeigt wird, um das sie ausdrücklich gebeten wurde. Neben den oben genannten Erklärungen zeigt diese Arbeit, ihre Gespräche mit Leichnamen, eine ganz besondere, weil teilnahmsvolle Form invasiven Handelns.

"Die ausstellende Gruppe ist eine Mischung aus Künstlern, die mal gerade Mitte 20 sind und etablierten, z.T. auch international renommierten Künstlern. Die sehr unterschiedlichen Herangehensweisen waren für mich als Kurator hoch interessant", sagt Reinhold Engerling. So gebe es hochpolitische, hochpoetische wie auch scheinbar sehr private Positionen.

Teilnehmende Künstler (fett ehemalige Stipendiaten/ausstellende Künstler im Künstlerhaus Lauenburg):

Adam Veikkanen (AUS), Annebarbe Kau (D), Araya Rasdjarmrearnsook (THA), Armin Rohr (D), B.C. Epker (NL), Cassandra Emswiler (USA), Claus Becker (D), Dane Larsen (USA), Gabriele Langendorf (D), Gavin Rouille (USA), Gerhard Lang (UK), Greg L. Metz (USA), Heyd Fontenot (USA), Holger B. Nidden-Grien, Jan Mladovsky (UK), Jenny M. Vogel (USA), Katrin Schmidbauer (D), Ludwig Schwarz (USA), Marjolein de Groen (NL), Martin Kasper (D), Wiedemann/Mettler (CH), Qiang Li (CHN), Reinhold Engberding (D), Roland Schimmel (NL), Sakir Gökcebag (D), Stefan Moos (D), Tobias Regensburger (D), Ulrich Wellmann (D), Veronika Veit (D), Willie Baronet (USA)

Einführende Worte spricht Reinhold Engberding, Künstler und Kurator.

Bild: Araya Rasdjarmrearnsook, Videostill aus Conversation I, 2005

Freitag, 07.12.2012 19:00 Uhr - Aussteelungseröffnung

  ERZÄHLWEISEN - Klang, Bilder und Skulpturen  

  Eröffnung am 7. Dezember um 19 Uhr

  Ausstellung vom 8. Dezember 2012 - 13. Januar 2013


Zum Jahresabschluß eröffnet in der Stadtgalerie Lauenburg im Hagenström die Ausstellung "Erzählweisen - Klang, Bilder und Skulpturen" mit Arbeiten aus dem Werkgabenfundus ehemaliger Stipendiaten des Künstlerhauses.

Die Ausstellung befaßt sich mit den Möglichkeiten und Formen des Erzählens in der Kunst. Ganz bewußt werden dabei die verschiedenen Ausdrucksformen gegenübergestellt, in einen Dialog geführt und zu einem Weitererzählen im Betrachter gebracht.
In abgedunkelten Räumen ist eine Beamerprojektion zu sehen, untermalt von einer vorgetragenen Geschichte. Daneben hängt eine fast märchenhaft anmutende Traumlandschaft als Relief aus Styropor und Plastikarchitektur. Und ein paar Schritte weiter hängen portraithafte Aquarellskizzen, die Gemütszustände und -veränderungen darstellen. Im gegenüberliegenden Raum hört man eine meditative Klanginstallation, farbige, an der Decke hängende orange Kittel erzählen von einer Kunstaktion in Lauenburg, ein modellartiger Raum gibt Einblicke in das Eigenleben einer filigranen Installation, und eine Skulptur betreibt mit Witz und Ironie Bedeutungsumdrehungen und Verdrehungen. Von der Straße aus kann man durch kleine Gucklöcher das Innenleben dieser Ausstellung betrachten, ein Monitor zeigt eine comicartige Situationsversuchsanordnung.

Teilnehmende Künstler:

Youssef Tabti, Nándor Angstenberger, Carolin Schreier, Heiko Wommelsdorf, m.art.a., Hendrik Lörper, Verena Issel und Akane Kimbara mit ihren Werken vertreten. 

Bild: Nadór Angstenberger, xxxy, 2008