Donnerstag, 03.11.2016 19:30 Uhr

  Illusion Drop Shop Feat. Nicolas Freitag Lightbox  

  Eröffnung am 3. November 2016 um 19.30 Uhr

  Ausstellung vom 5. November 2015 bis 8. Januar 2017


In meinen Arbeiten überlagere ich unterschiedliche Wahrnehmungsebenen, um durch die entstehende Unschärfe den Blick für das Wesentliche zu schärfen.

Für die Ausstellung in Lauenburg interessieren mich zum jetzigen Zeitpunkt die Ebenen:
Fluss, leer stehende Geschäftsräume, Weihnachten, Tourismus, Glück, Künstlerhaus, Kaufhaus, Galerie, Schaufenster, Fahne, Zeit, Verein, Gemeinschaft, Rufer, Hochwasser, Boot, Flucht und Licht.

Ich weiß heute schon, dass ich für die Ausstellung Wohnzimmerstandleuchten benötige und möchte Sie, die dieses jetzt lesen, daher bitten, mir für die Dauer der Ausstellung Ihre Leuchte zu leihen (bitte vom 15. bis 31. Oktober im Künstlerhaus Lauenburg abgeben!).

Bild: Nicolas Freitag, "Uhr" (Ausschnitt), 2015

www.nicolasfreitag.de


Donnerstag, 04.08.2016 19:30 Uhr

  Grund Genug - acht KünstlerInnen, acht Positionen  

  Eröffnung am 4. August 2016 um 19.30 Uhr

  Ausstellung vom 6. August bis 9. Oktober 2016


Die Künstlergruppe Grund Genug wurde 2013 von AbsolventInnen der Kunsthochschulen Halle, Leipzig und Dresden gegründet. Grund Genug ist Netzwerk, gemeinsamer Ausstellungsbetrieb und Diskurs.

Die in der Gruppe vertretenen Medien reichen von Bildhauerei, Druckgrafik, Zeichnung und Malerei über Assemblage und Objektkunst hin zu Installation und Video/Performance. Jede künstlerische Position steht mit Fragen nach Inhalt, Form und Konzept zunächst für sich und tritt durch gemeinsame Präsentation mit den anderen in Beziehung. Grund Genug untersucht kleinste Einheiten, legt frei und bildet neu, geht in Resonanz, stellt rätselhafte Verbindungen her, vereint Zartheit und Strenge, entwirft Skuriles, Absurd-Komisches und hinterfragt gesellschaftliche Leitbilder.
Caterina Behrendt, Anka Büchler, Frauke Freese, Manuela Henschke, Katharina Müller, Marko Raffler, Daniela Schönemann und Luzia Werner sind Grund Genug. Aus dem Modus der Gruppe heraus bündeln die UrheberInnen ihr Potenzial für die Weiterentwicklung des persönlichen als auch des kollektiven künstlerischen Raumes.

Caterina Behrendt gibt Einblicke in Zeichnung und Siebdruck. Sie erforscht die Möglichkeiten ihres Mediums, formt aus Punkten und Linien Rhythmen und Strukturen. Sie wachsen, überlagern und verknoten sich, um dann auseinanderzubrechen und sich wieder neu zu finden.

Die Arbeiten von Frauke Freese sind sinnlich, einfach, rein und ruhig. In ihnen verbindet sich Zartheit und Poesie mit Kraftvollem und formaler Strenge. Spirituelle, rituelle und kontemplative Aspekte sind erkennbar. Sie zeugen von Sehnsucht, vom Verorten und Transformieren - mit Bezug
zum Körper, in Beziehung zum Raum.

Die Arbeiten von Marko Raffler zeigen das Gewöhnliche auf Abwegen. Die vertraute Form als Assoziationsfläche wird im schöpferischen Spiel mit Bedeutungen und Formen neu arrangiert, dabei entstehenden absurd-komische Bildformen von häufig starker Symbolik.

Luzia Werner gibt in ihrer Arbeit Figuren ein Gegenüber: Objekte, Figuren, Tiere, Räume oder Gedanken. Das Eigene tritt in Resonanz mit dem Gegenüber und damit gleichzeitig mit sich selbst. Eine Suche nach dem, was uns verbindet und dem, was bleibt.

Aus figürlichen und räumlichen Elementen erschafft Daniela Schönemann installative Modelle, die gesellschaftliche und individuelle Setzungen hinterfragen. Die Modellgröße läßt mit Spielzeug assoziieren und ermöglicht einen analytischen Blick von oben.

Wolpertinger sind der Ausgangspunkt von den grafischen Arbeiten Anka Büchlers. Angelehnt an diese Fabelwesen entstanden zuerst farbige Collagen und später die Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die Grundlage für Siebdrucke auf Papier wurden. In jeder Hinsicht delikat sind die im Liebesspiel versunkenen Wesen, ihre Haut, ihre Mimik und Gestik.

Raum für subtile Wahrnehmungserfahrungen entfaltet sich in den Arbeiten von Manuela Henschke. Auf dem Papier führt sie Elemente aus feingliedrigen Strukturen, Licht und Farbfeldern zusammen.

Die Sammlung ist Thema in den Arbeiten von Katharina Müller: 'Ich bin mit den Dingen befreundet. Finde und sammele sie und mich. Ich erfinde (um)raumbezogene Objekte, die überraschend und eigensinnig auftreten, die keine eindeutige Antwort, eher Rätsel aufgeben wollen.' schreibt die Künstlerin über ihre Arbeitsweise.

Bild: © Grund Genug, Ausschnitt Ausstellungsansicht 2015


Donnerstag, 28.04.2016 19:30 Uhr

  Warum fliegt der Boomerang zum Ausgangspunkt zurück?  

  Eröffnung am 28. April 2016 um 19.30 Uhr

  Ausstellung vom 30. April bis 10. Juli 2016


Die 16. Stipendiatengeneration des Landes Schleswig-Holstein hatte 2001 gemeinsam im Künstlerhaus Lauenburg ein arbeits- und erlebnisreiches gemeinsames Jahr. Über die Jahre haben die bildenden Künstlerinnen Uschi Koch, Erdmute Prautzsch, Nana Schulz, Anne Staszkiewicz und die Schriftstellerin Antje Wagner Kontakt unereinander gehalten.

Mit neuen Arbeiten aus Malerei, Grafik und Skulptur sowie einer Lesung feiern sie ein Wiedersehen mit Lauenburg in der Stadtgalerie Lauenburg und stellen ihre neuen Entwicklungen einem Rückblick auf das Damals gegenüber.

Bild: © Nana Schulz 2015

www.uschikoch.eu

www.erdmuteprautzsch.de

Nana Schulz

www.anne-staszkiewicz

www.wagnerantje.de


Donnerstag, 04.02.2016 19:30 Uhr

  Menno Fahl - Farbe in Plastik und Malerei  

  Eröffnung am 4. Februar 2016 um 19.30 Uhr

  Ausstellung vom 6. Februar - 10. April 2016


Menno Fahl fängt mit der Kunst noch einmal von vorne an, archaisch, als habe es nie die Perspektive, die Tiefenstaffelung und die naturalistische Wiedergabe von Menschen gegeben. Angestrebt wird schlicht eine neue integrale Kunstform. Die Suche nach einer Durchdringung von Malerei und Skulptur zielt auf die Verschränkung von realem und illusionärem Raum. Der Sprung aus dem Bild in eine räumliche Struktur ergibt sich gewissermaßen von selbst – aus rein darstellerischen Problemen der komplexen polychromen Verdichtung ineinander verschränkter Facetten auf der Fläche.

Seine Arbeit selbst versteht er als Experiment, dessen Resultat sich nicht in der Herstellung von Objekten und Assemblagen erschöpft. Wichtig ist der lustvolle Prozess, der offene, spontane Fertigungshergang, in dem die Figuren erst aus der Montage erwachsen. Die Form seiner Arbeiten soll offen bleiben, nicht fest gegossen zum Konzentrat. (Jens-Martin Neumann)

Menno Fahl, geboren 1967, war 1993 Landesstipendiat im Künstlerhaus Lauenburg. Er lebt und arbeitet in Berlin und Schleswig-Holstein.

Von 1988 bis 1992 studierte er Malerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel bei Peter Nagel (Abschluss mit Diplom). Die künstlerische Auseinandersetzung mit der Wechselwirkung von Farbe und Raum führte ihn 1993 zu dem weiteren Studium der Bildhauerei an der Universität der Künste Berlin bei Lothar Fischer. Dieses schloss er 1997 als Meisterschüler ab.

Menno Fahl ist seit 1997 freischaffend als Künstler tätig. Von 1997 bis 2005 erhielt er einen Lehrauftrag für Malerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. Seine Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen. Seit 1989 präsentiert er auf nationaler und internationaler Ebene Ausstellungen in Kunstvereinen, Museen, öffentlichen und privaten Galerien sowie Kunstmessen.

Bild: © Menno Fahl, Ausschnitt Skulpturengruppe

www.menno-fahl.de